Null-Emissionszonen: Was bedeuten sie für Autohändler?

Seit dem 1. Januar 2025 führen immer mehr niederländische Gemeinden Null-Emissionszonen ein. Das kann für Autohändler Auswirkungen auf das Abholen und Liefern von Autos haben. Darf ein Diesel-Transporter dann noch zu einem Händler in der Innenstadt fahren? Und kann man ein Benzin- oder Dieselauto noch einfach in einer Null-Emissionszone abliefern? Wir erklären, wie die Situation ist.
Was ist eine Null-Emissionszone?
Eine Null-Emissionszone, auch ZE-Zone genannt, ist ein Gebiet, in dem letztendlich nur Liefer- und Lastwagen fahren dürfen, die keine schädlichen Stoffe ausstoßen. Denken Sie zum Beispiel an Elektrofahrzeuge oder Wasserstofffahrzeuge.
Die ersten Null-Emissionszonen in den Niederlanden wurden am 1. Januar 2025 eingeführt. Inzwischen haben immer mehr Gemeinden eine solche Zone, und in den kommenden Jahren werden weitere Gemeinden hinzukommen.
Das Ziel ist einfach: weniger CO₂-Emissionen und sauberere Luft in stark frequentierten städtischen Gebieten.
Welche Null-Emissionszonen gibt es in den Niederlanden?
Unter anderem Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, Den Haag, Eindhoven, Groningen und Zwolle haben mittlerweile eine Null-Emissionszone. Eine solche Zone gilt meist nicht für die gesamte Gemeinde. Die Gemeinden bestimmen selbst, wo die Grenzen liegen und wann die Zone eingeführt wird.
Das macht es wichtig, die genaue Lade- oder Entladeadresse zu betrachten. Steht Ihr Autohaus außerhalb der Null-Emissionszone, muss aber ein verkauftes Auto bei einem Kunden mitten im Zentrum abgeliefert werden? Dann kann die Zone dennoch Einfluss auf den Transport haben.
Eine aktuelle Karte mit allen Null-Emissionszonen in den Niederlanden finden Sie auf der Website von Op weg naar ZES.
Was ist der Unterschied zwischen einer Umweltzone und einer Null-Emissionszone?
Eine Umweltzone und eine Null-Emissionszone sind nicht dasselbe. In einer Umweltzone dürfen bestimmte schadstoffreiche Fahrzeuge nicht fahren. Ob ein Fahrzeug hineinfahren darf, hängt zum Beispiel vom Kraftstoff und von der Emissionsklasse ab. Besonders ältere Dieselfahrzeuge können dadurch ausgeschlossen werden.
Eine Null-Emissionszone geht einen Schritt weiter. Diese ist auf Liefer- und Lastwagen ausgerichtet, und letztendlich dürfen dort nur Fahrzeuge fahren, die während der Fahrt keine schädlichen Stoffe ausstoßen.
Eine Stadt kann sowohl eine Umweltzone als auch eine Null-Emissionszone haben. Die Gebiete können sich auch überschneiden. Überprüfen Sie daher immer, welche Regeln an einem bestimmten Standort gelten.
Gilt eine Null-Emissionszone auch für Personenkraftwagen?
Nein. Und das ist für Sie als Autohändler ein wichtiger Unterschied. Die aktuellen Null-Emissionszonen für Stadtlogistik gelten für Lieferwagen und Lastwagen, nicht für Personenkraftwagen.
Sie dürfen also weiterhin ein Benzin- oder Dieselauto an einen Kunden verkaufen, der in einer Null-Emissionszone wohnt. Auch darf dieses Auto dort fahren, solange keine anderen lokalen Regeln gelten, die dies einschränken.
Das Gleiche gilt für den Transport eines solchen Autos. Es geht nämlich um das Transportmittel und nicht um das Auto, das darauf steht. Ein Benzin- oder Dieselauto darf also einfach auf einem emissionsfreien Autotransporter in eine Null-Emissionszone fahren.
Was bedeuten Null-Emissionszonen für Autohändler?
Für Händler liegt die größte Veränderung also nicht in den Autos, die Sie verkaufen, sondern in der Logistik drumherum.
Steht Ihr Showroom, Ihre Werkstatt, Ihr Lager oder Ihr Abladepunkt innerhalb einer Null-Emissionszone? Dann müssen Liefer- und Lastwagen, die dort ankommen, die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Das kann ein Autotransporter sein, der Autos abholt oder liefert, aber auch Ihr eigener Lieferwagen, mit dem Sie Teile transportieren.
Haben Sie mehrere Standorte und transportieren regelmäßig Autos zwischen den Standorten? Auch dann können Sie mit einer Null-Emissionszone konfrontiert werden. Das Gleiche gilt, wenn Sie ein Auto bei einem Kunden abliefern lassen.
Kurz gesagt: Nicht nur der Standort Ihres Unternehmens zählt. Auch die Lade- und Entladeorte eines Transports sind wichtig.
Kann jeder Liefer- oder Lastwagen noch in eine Null-Emissionszone fahren?
Nein, aber auch nicht jeder Liefer- oder Lastwagen mit Kraftstoff wird sofort ausgeschlossen. Der Übergang zu vollständig emissionsfreiem Transport erfolgt nämlich nicht auf einmal. Für bestehende Liefer- und Lastwagen gelten Übergangsregelungen.
Für Lieferwagen gilt 2026 unter anderem:
- Emissionsklasse 4 oder niedriger hat keinen Zugang mehr;
- Emissionsklasse 5 hat noch bis zum 1. Januar 2027 Zugang;
- Emissionsklasse 6 hat noch bis zum 1. Januar 2028 Zugang. Die Regierung möchte dies bis zum 1. Januar 2029 verlängern, aber das ist noch nicht endgültig.
Für Lastwagen gelten andere Übergangsregeln. Bestimmte Euro 6-Kipper und Zugmaschinen dürfen noch bis zum 1. Januar 2030 in eine Null-Emissionszone fahren. Letztendlich müssen Liefer- und Lastwagen ab 2030 emissionsfrei sein, um in eine Null-Emissionszone fahren zu dürfen.
Machen Sie die Null-Emissionszonen Kennzeichenprüfung
Haben Sie als Händler selbst einen Lieferwagen oder Lastwagen? Oder möchten Sie wissen, ob ein Fahrzeug noch Zugang hat? Machen Sie dann die offizielle Kennzeichenprüfung für Null-Emissionszonen. Anhand des Kennzeichens sehen Sie, ob das Fahrzeug in die Zone fahren darf und bis wann.
Warum ist das wichtig bei der Planung von Autotransport?
Ein Autotransporter fährt nicht immer von A nach B. Besonders wenn mehrere Autos gleichzeitig transportiert werden, besteht eine Route aus verschiedenen Lade- und Entladeorten. Null-Emissionszonen sind dabei also ein zusätzlicher Punkt, auf den man achten sollte.
Vor dem Transport muss klar sein, wo die Lade- und Entladeorte liegen und welche Zugangsvoraussetzungen dort gelten. So vermeiden Sie, dass ein Transporter auf dem Weg zum Ziel plötzlich vor einer Zone steht, in die das Fahrzeug nicht hineinfahren darf.
In den kommenden Jahren wird das immer wichtiger. Übergangsregelungen laufen aus und immer mehr Städte führen eine Null-Emissionszone ein. Für Autohändler bedeutet das vor allem, dass bei der Organisation von Transporten immer häufiger sowohl der Standort als auch das Fahrzeug, mit dem das Auto transportiert wird, berücksichtigt werden müssen.
JUR berücksichtigt die Route und die Regeln
Bei JUR Autotransport organisieren wir täglich Autotransport für Autohändler, Großhändler und andere Automobilunternehmen. Dabei schauen wir nicht nur, wie ein Auto effizient von A nach B kommt, sondern auch auf die Bedingungen an den Lade- und Entladeorten.
Wir sind nicht an einen eigenen Fuhrpark gebunden, sondern arbeiten mit einem umfangreichen internationalen Netzwerk von Transporteuren. Dadurch können wir für jeden Auftrag nach einer passenden Transportlösung suchen. Auch wenn ein Auto in einer Null-Emissionszone abgeholt oder geliefert werden muss.
So müssen Sie nicht selbst herausfinden, welcher Transporter wo hineinfahren darf. Sie geben an, wo das Auto steht und wohin es gehen soll. Dann organisieren wir den Transport.
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